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Gold!

Musiktheater von Leonard Evers (Musik) und Flora Verbrugge (Libretto)

»Tadellose OneWoman-Show. Eine sehr schöne Inszenierung« Leipziger Volkszeitung

Einstudierung & Musikalische Leitung:
Regie:
Ausstattung:
Dramaturgie:
Jacob, Erzähler, Mutter, Vater:
Percussion:
Johannes Cotta / Paul Wagner

Futter für die Fantasie
„Gold!“-Stück im TdJW vereint Märchen und Innovation
Wo im Theater sonst Stille während der Aufführung geboten ist, gelten im Kindertheater andere Gesetze. Denn es gibt wohl keinen besseren Beweis für die mitreißende Wirkung eines Stücks als die spontane Reaktion der jüngsten Zuschauer. Völlig empört über die Habgier der handelnden Personen ruft ein kleiner Junge am Samstag: „Was wollen die denn noch alles?!“ Und zeigt damit: Die Moral des Märchens „Gold!“ im Theater der Jungen Welt ist angekommen.

Häufig wird die Adaption als Kinderoper bezeichnet. Doch von Pathos und Arien bleiben die Kleinen zum Glück verschont. Stattdessen ist „Gold!“ so minimalistisch wie innovativ zugleich. Laura Hempel erzählt die Geschichte und spielt währenddessen die Rollen von Jakob und seinen Eltern mit großer Authentizität und Freude. Ein leichtes Verstellen der Stimme genügt, um die Charaktere eindeutig zu definieren und das Publikum mitzunehmen. Dazu ein Paar Schuhe, eine Mütze, ein Koffer – mit wenigen Requisiten erweckt sie das Märchen zum Leben und wirkt dabei nie übertrieben, sondern sehr nah am jungen Publikum. Eine tadellose OneWoman-Show – fast. Denn neben ihr steht noch Musiker Johannes Cotta auf der Bühne. Ab und zu schlüpft er in Nebenrollen wie die des Chauffeurs oder Dienstmädchens und wirft der Kollegin witzige Stichworte zu. Hauptsächlich sorgt er aber dafür, dass seine Musik die Geschichte greifbar macht. An einem Vibraphon und einer Marimba (ähnlich zwei riesigen Xylophonen) sowie weiteren Perkussionsinstrumenten lässt er das Meer toben, den Fisch zappeln und die wundersamen Geschenke des Fischs erscheinen. „Gold!“ fordert die Fantasie des Publikums im genau richtigen Maß. Die kleinen Gäste giggeln über schnarchende Eltern und störrische Requisiten und staunen andererseits mucksmäuschenstill über das aufbrausende Meer und die drohende Gefahr. Eine sehr schöne Inszenierung.
Leipziger Volkszeitung

Eine moderne Fassung des Märchens Vom Fischer und sin Fru: Jacob wird von seinen Eltern ständig zu dem geheimnisvollen Fisch geschickt, um ihm immer weitere Wünsche und materielle Exzesse abzutrotzen. Doch irgendjemand zahlt immer für den Wohlstand der wenigen. Der Fisch wird immer dünner und ausgezehrter. Da beginnt das Meer sich bedrohlich aufzubäumen...