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Regie

Knapp 50 Inszenierungen tragen die Handschrift des Regisseurs Kay Link. Er inszenierte u.a. am Theater an der Wien/Kammeroper, am Aalto-Musiktheater Essen, an der Oper Leipzig, an den Theatern in Hannover, Regensburg, Heidelberg, am Staatstheater Darmstadt, am Landestheater Linz.

Zunächst studierte Kay Link Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte, Geschichte und Gebärdensprache in Frankfurt am Main und London. Sein Magisterstudium schloss der gebürtige Pforzheimer 1996 mit Auszeichnung ab. Es folgten Regieassistenzen in London und an der Staatsoper Dresden. Kay Link war u.a. Assistent und Mitarbeiter von Claus Guth und Werner Schröter. Die ersten Regiearbeiten erfolgten 1999 und 2000 am Staatstheater Darmstadt, wo er drei Spielzeiten als Spielleiter und Regieassistent im Musiktheater tätig war. Dort mehrfache Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Marc Albrecht und mit der Sängerin Diana Damrau.

Seit dem Jahr 2000 arbeitet Kay Link als freischaffender Regisseur. Seither trugen Inszenierungen in Deutschland und Österreich, darunter zahlreiche Uraufführungen, seine Handschrift, die sich durch genaues Hinhören, sorgfältige Lektüre, gründliche Figurenarbeit, überraschende Lesarten und Humor auszeichnet. Zuletzt kam am Theater an der Wien/Kammeroper Händels Oreste  auf die Bühne sowie das Musical Me and my Girl  von Noel Gay am Theater Vorpommern. Die kommende Premiere im Musiktheater wird das Musiktheater Gold!  im Dezember 2017 in Leipzig sein. Zu seinen nächsten Arbeiten zählen u.a. das Schauspiel Vater  im Frühjahr 2018 am Landestheater Coburg, die Einladung seiner Wiener Oreste-Inszenierung zu den Händel-Festspielen in Halle 2018 oder die Neuinszenierung Aribert Reimanns Medea  am Aalto Musiktheater Essen im März 2019.

Der vielseitige Regisseur ist regelmäßig zu Gast bei Festivals (u.a. Internationales Festival Rossini in Wildbad, Händel-Festspiele Halle, RUHR.2010, Festival für zeitgenössische Musik NOW!) und erhielt Nominierungen bei Regiepreisen und Wettbewerben, u.a. für seine Konzeption zu Carmen  beim Peter-Konwitschny-Nachwuchs-Preis 2005. Seine Interpretation von Lehárs Land des Lächelns  wurde bei einer jährlichen Kritikerumfrage als „interessanteste Inszenierung“ bezeichnet, seine Inszenierung von X-Freunde  in Köln wurde von der Theaterzeitung aKT als »Inszenierung des Monats« prämiert. Beim Jahresrückblick 2013 der Kritiker von Deutschlandradio Kultur  wurde Kay Link und seine Nozze di Figaro-Inszenierung als »herausragend« genannt. Mehrfach erhielten Arbeiten von ihm Nominierungen zum Kölner Theaterpreis, zuletzt im Herbst 2015 für Muttersprachee Mameloschn.

Mit der Ausstatterin Olga von Wahl verbindet ihn eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit. Mehrfach arbeitete er auch mit Anton Lukas, Frank Albert, Cornelia Brey und Peter Lehmann zusammen sowie mit den Künstlern Thomas Locher und Christian Marclay. Bei X-Freunde  und Muttersprache Mameloschn  übernahm Kay Link neben der Inszenierung auch die Ausstattung.

 

Kay Link schreibt neben Stückbearbeitungen eigene Theaterstücke. So lief über sechs Spielzeiten lang sein Musical Show Biz  an der Oper Leipzig. Gemeinsam mit Inken Kauter schrieb er das Schauspiel Ein langer süßer Selbstmord – Der Fall Oscar Wilde, das 2011 in Köln uraufgeführt wurde. Seine im März 2012 uraufgeführte Kinderoperette Das Gift im Lift – warum Orpheus ganz nach unten fuhr  nach Jacques Offenbach kam Anfang 2013 beim Verlag Boosey and Hawkes  heraus, seine Neufassung des Musicals Die zertanzten Schuhe  (Musik: Erich A. Radke) erschien zeitgleich bei Felix Bloch Erben. Sein neuestes Stück, König & König, liegt seit Frühjahr 2015 bei Hartmann und Stauffacher  (Uraufführung: 3. November 2015).

 

Von 2014 bis 2016 übernahm Kay Link zudem einen Lehrauftrag für szenischen Unterricht an der Dresdner Musikhochschule Carl Maria von Weber, seit dem Wintersemester 2016/17 ist Kay Link Lehrbeauftragter an der Folkwang Universität Essen im Fachbereich Musical.