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Schwedischer Gardinen-Walzer — Operette auf Bewährung

Präsentation von Studierenden im Rahmen des Lehrauftrags an der HfM Dresden

»Kommst Du mal ins Zuchthaus
Hol ich Dich zur Flucht raus!« Gerry Herman

Dieses Mal verschlägt es uns in die Welt eines Frauen-Knasts. Eine Geschichte voll brutaler Vergehen und zarter Herzen, neuer Insassinnen und alter Rivalitäten, inkompetenter Vorgesetzter und cleverer Fluchtpläne – und mit einem Regisseur, der ein Theaterprojekt im Gefängnis zum Erfolg führen möchte und nicht nur mit seinen zahlreichen Flirts restlos überfordert ist…

 

Personen / Der Frauen-Knast
 

Paula
Die Neue. Linke Aktivistin, sitzt wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und einiger anderer Delikte ein


Schwester Anna
Zellnachbarin von Paula. Sündige Nonne mit Mord auf dem Gewissen, fürs Schweige- und andere Gelübde eher ungeeignet


Marlen
Intimfeindin von Schwester Anna und Hobbyköchin. Hat ihren Mann langsam und qualvoll vergiftet.


Sophie
mit Schwester Anna eine der dienstältesten Insassinnen, sitzt wegen Körper­verletzung mit Todesfolge (drei Fahrscheinkontrolleure). Harte Schale, weicher Kern.


Mariko
achtfache Heiratsschwindlerin ohne Reue oder Schuldbewußtsein


Alejandra 
notorische Diebin, sitzt auch wegen Urkundenfälschung (Testament). Ist noch nicht ganz über die Trennung von Mae hinweg, versucht sich aber zu trösten


Mae
Die Ex von Alejandra, von Hause aus Schauspielerin, sitzt wegen Fahrerflucht, Hochstapelei (Herzchirurgin, Pilotin) und Betrug in 39 Fällen


Anne
sitzt wegen eines Justizirrtums (ihre Version). Ob sie tatsächlich nichts von den 150 Kilo Partydrogen in ihrem Auto wusste, bleibt ihr Geheimnis. Wegen guter Führung eine der wenigen Freigängerinnen.


Aleksandra
hat Lebenslänglich für dreifachen Mord (an einer Nebenbuhlerin) bekommen, außerdem 3x15 Jahre für Tierquälerei und versuchte Brandstiftung. Bis zu Paulas Ankunft alleinige Affäre von Gerry (zumindest innerhalb des Frauenknasts)


Gerry
arbeitsloser Regisseur in einer Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit (Theaterprojekt in JVA), polygamer Frauenschwarm mit unprofessioneller Distanzlosigkeit


Generalmayor
war er, bevor er in den Strafvollzugsdienst (wegen nicht näher benannter aber erahnbarer Gründe) zwangsversetzt wurde. Leiter des Frauengefängnisses mit Hang zur Lebenslust.


General Jan F.
ebenfalls unehrenhaft zwangsversetzt, Adjutant vom Generalmayor, pedantisch mit Minderwertigkeitskompensations-Zwängen und nie gelebtem Drang zur Bühne. Oberster Schließer.


Konrad
einfacher Schließer mit Durchblick, der unter der Willkür seiner inkompetenten Vorgesetzten leidet. Leidenschaftlich verliebt in (und heimlich verlobt mit) Anne. In der Freizeit Operetten-Kenner.


Jonathan
schüchterner Gefängniskoch auf der Suche nach dem perfekten Rezept, unglücklich verliebt in Mae.

Die Kaffeefahrt nach Mörbisch – Operettical über Singles und solche, die es wieder werden wollen

Busfahrer Tony bereitet seinen Bus, den Love-Liner  für „Die neue Single-Road-Cruise für den kleinen Geldbeutel“ (inclusive einer Operettenaufführung) vor. Tony hat mit allen Händlern und Gastronomen am Busbahnhof und entlang der Strecke Deals gemacht – das wird die Tour seines Lebens! Unter den illustren Gästen: die drei verarmten adligen Schwestern von und zu Nowalska, zwei Snobs, Marga Graf und Phillip Herzog, die sich sofort die erste Sitzreihe im Bus reservieren, ferner zwei bankrotte Heiratsschwindler, auf der Suche nach neuen Opfern etc.
Verwicklungen und Bekanntschaften, Flirts und Rückschläge, Bisse auf Granit und neue Paare zwischen Autobahnraststätte, Loreley und Reifen-Panne. Schließlich verfährt sich Tony auch noch und alle landen in der wärmenden Sonne von Florenz...

Mord in der Dach WG - Operette ohne Aufzug

Der Haussegen in der Dach-WG hängt schief: Das freie Zimmer ist noch immer nicht vermietet, das Mitbewohner-Plenum schlecht besucht, Julia wohnt die meiste Zeit bei ihrem Freund (dafür haben sich jetzt ihre nervigen Verwandten eingenistet), und Siegfried beteiligt sich überhaupt nicht mehr am WG-Leben. Da es ohne seinen Löwenanteil an der Miete aber nicht geht, entwerfen die anderen Mitbewohner einen mörderischen Plan...

Musikalischer Leiter:
Szenische Leitung und Konzept:
Studierende der HfM Dresden
3. Studienjahr

Die Studierenden sollen nicht nur Aussschnitte  aus Operetten erarbeiten, sondern auch Dialoge sprechen und durchgehende Figuren entwickeln. Deshalb entsteht im Rahmen des Operetten-Seminars/Szenenstudiums an der Hochschule für Musik Dresden aus den zuvor ausgewählten Arien, Duetten und Ensembles ein Pasticcio mit neuer Handlung und einem dramaturgischen Bogen. Alles, dem Genre entsprechend, mit Selbstironie und Augenzwinkern zurechtgeruckelt. Dieses Operettical – es sind auch Nummern aus einigen Musicals sowie Chansons dabei – wird dann nach nur wenigen Tagen intensiven Probens beim Podium Operette  öffentlich aufgeführt. Es handelt sich allerdings lediglich um die Bestandsaufnahme eines laufenden Probenprozesses, ein Zwischenergebnis.